Karneval 2019 03 07

Farbe, Kostüme, Süßes, Umzüge und für die Älteren auch Alkohol. Das verstehen wir unter Karneval. Überall hört man Musik und Menschen laufen in den verrücktesten Verkleidungen umher. Neben Verkleidungen, wie Piraten, Polizisten oder Cowboys gibt es auch außergewöhnlichere, wie Einhörner oder sogar Textmarker. Je verrückter desto besser!

Doch woher kommen eigentlich die Ursprünge des Karnevals bzw. Faschings, und wie haben die Menschen früher gefeiert?

Bereits vor 5000 Jahren wurde in Mesopotamien, dem Land mit den ersten urbanen Kulturen, der Vorläufer zu Karneval gefeiert. Das Fest wurde als symbolische Hochzeit eines Gottes gefeiert. Mit diesem Fest wurde zum ersten Mal das Gleichheitsprinzip praktiziert. Das heißt, dass z.B. der Sklave der Herrin gleichgestellt wurde. Das Gleichheitsprinzip ist bis heute ein charakteristisches Merkmal des Karnevals. Auch im Mittelmeerraum gab es Feste, die dem Fasching ähnlich sind. In besagten wurde das Erwachen der Natur im Frühling gefeiert. Die Römer feierten die Saturnalien zu Ehren ihres Gottes Saturnus, jeder war eingeladen und sogar Hinrichtungen wurden verschoben. Sklaven und Herren tauschten ihre Rollen, feierten, aßen und tranken gemeinsam. Sie durften jedes freie Wort wagen und überschütteten sich mit Rosen, was möglicherweise der Vorgänger für unser heutiges Konfetti heute. Sie veranstalteten außerdem auch farbenprächtige Umzüge in denen geschmückte Schiffswagen umhergezogen wurden. Auch wird vermutet, dass die Ursprünge des Karnevals in der keltischen Religion liegen, in der der Wechsel vom kalten Winterhalbjahr in das warme und fruchtbare Sommerhalbjahr gefeiert wurde. Im Mittelalter hingegen wurde das Narrenfest gefeiert. Kirchliche Rituale wurden parodiert und es wurde ein Pseudopapst gekürt. Gar nicht mal unserem Prinz Karneval so unähnlich!

Inas Khattouti (9.1)