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corinto 17b kl

Am Wochenende endete der UN-Klimagipfel in Bonn. Für unsere Partnerstadt Corinto dabei waren der Bürgermeister Don Absalón, der Stadtdirektor Don Richard und der Technische Direktor Don Héctor. Denn schockierende Bilder gibt es nicht nur von den Inseln Fidschis.

Wie man auf dem Foto oben gut sehen kann, reißen die pazifischen Stürme jedes Jahr ein weiteres Stückchen Erde in den Ozean. Wir sehen noch einen Rest vom Fußboden über die Sandklippe ragen, die Hütte darüber gibt es seit einigen Wochen nicht mehr.

Einige Schülerinnen, die Corinto besucht haben, haben die Gelegenheit zum Austausch mit den drei Stadtvertretern hier in Deutschland wahrgenommen. Was ist deren Fazit nach der Konferenz? Alle Länder, Städte und Kommunen dieser Welt kämpfen mit ähnlichen Problemen. Die Corinteños schützen ihre Stadt vor den Pazifikstürmen, die Kölner bekämpfen das Hochwasser. In Corinto ist die Entsorgung des Mülls schwierig, in Kerpen versucht man, weniger Müll zu produzieren. Aber, so fügen die Nicaraguaner hinzu, es gibt einen großen Unterschied: In Corinto ist alles viel deutlicher und bedrohlicher und daher sind die Maßnahmen auch viel konkreter.

Die Kerpener Schülerinnen, die Corinto besucht haben, wissen, wie das gemeint ist. Ihre Ziele für das Proyecto ecológico waren auch sehr konkret: Gemeinsam mit Jugendlichen aus Corinto eine Mangovenwiederaufforstung durchführen, ein Mangrovenfestival gestalten, Energiesparherde bewerben, am Strand Müll sammeln, aus Müll Kleidungsstücke und Schmuck herstellen. Und immer wieder gab es Vorträge und Besichtigungen, denn zunächst einmal muss man die Gegebenheiten vor Ort kennen lernen.  Zu all den Erlebnissen und Erfahrungen wird es im kommenden Jahr eine Fotoausstellung im Rathaus geben. Wer sich einen ersten Eindruck verschaffen will, darf gerne das Video anschauen, das man in Corinto zusammengestellt hat. Vielleicht versteht nicht jeder den spanischen Ton, aber die Bilder geben einen guten Eindruck.

Sra. Zöller