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An einem warmen und sicheren Ort an der Pazifikküste Nicaraguas...

befindet sich dieser Sandsack auf dem Foto. Im Sand vergraben ist ein Nest von Schildkröteneiern, die die Umweltschützer des Naturreservats Padre Ramos an den öffentlichen Stränden gesammelt und gesichert haben – leider gelten Schildkröteneier noch immer als Delikatesse nicht nur in Nicaragua, und werden deshalb regelmäßig ausgeraubt. Es gilt das Gesetz des Schnelleren: wer als Erster die Eier findet, darf sie behalten. Daher verbringen die Umweltschützer im Oktober und November viele Nächte am Strand, um eierlegende Schildkröten abzupassen.

Nach 45 Tagen schlüpfen die kleinen Schildkröten und dürfen hier, im Gegensatz zur Wildnis, noch bis zu vier Tage lang Kräfte schöpfen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt müssen sie sich sprichwörtlich auf den Weg machen. Sie werden an den Strand einer wunderschönen und ruhigen Lagune gebracht und krabbeln dort über mehrere Meter bis zum Wasser. Auf diesem Weg dürfen sie keinesfalls gestört werden, denn er wird sie ein Leben lang prägen. Im Erwachsenenalter kehren die Schildkröten zum Eierlegen genau an diese sorgsam ausgewählte und sichere Stelle zurück und damit schließt sich der Kreis.

Das Konzept hat die Schülerinnen der Corintogruppe überzeugt und daher wurde spontan vom Projektgeld im Namen des Europagymnasiums ein Schildkrötennest gesponsert. Um den 10. Dezember werden die Kleinen schlüpfen und dann hoffentlich noch viele, viele Jahre unterwegs sein und sich fortpflanzen. Die Schutzstation wird uns mit weiteren Fotos versorgen.

Weitere Informationen zur Nicaraguareise und den zahlreichen Aktivitäten werden folgen.

Sra. Zöller