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Am Donnerstag, dem 03.05.2019, fand für die Teilnehmer des Austausches eine Stadtrundfahrt durch Sankt Petersburg statt. Dabei wurden alle Schüler mit dem Bus gefahren, welcher an zwei Orten Halt machte: dem Piskarjower Gedenkfriedhof, und der Peter-Paul-Festung.

Zuerst besuchten wir die Peter-Paul-Festung, welche eine Festungsanlage aus dem 18. Jahrhundert ist und den Ursprung, sowie den historischen Stadtkern von Sankt Petersburg bildet. Genau das, und noch Einiges mehr, wurde uns in kurzen Vorträgen von den russischen Austauschpartnern erklärt. Darauf folgte noch ein kleiner Besichtigungsrundlauf, wobei wir noch ein paar gemeinsame Fotos machten.

Der zweite Ort, den wir besuchten, war der Piskarjower Gedenkfriedhof. In einem weiteren Vortrag wurde uns erklärt, dass der Gedenkfriedhof eine Massenbegräbnisstätte für die Opfer der Belagerung Leningrads, der frühere Name Sankt Petersburgs, sowie für die Verteidiger der Stadt während des Zweiten Weltkrieges ist. Noch vor den Gräbern selber befindet sich ein kleines Museum, wo historische Quellen, wie Tagebucheinträge, Fotos oder Filme das Leben während der Belagerung zeigen. Danach sind wir auf den eigentlichen Friedhof gegangen, wo ein paar Pfade zwischen den 500.000 Gräbern zu einer zentralen, großen Statue führen, welche „Mutter Heimat” genannt wird. Dort wurden symbolisch Rosen niedergelegt.

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Im Anschluss an die Busfahrt durch die Stadt folgte das Mittagessen in einem Café im Tsentral'nyy Park. Es schneite zwar an diesem Tag, worauf einige unvorbereitet waren, allerdings war es im Café, wo uns drei Gänge Essen serviert wurden, angenehm warm. Nach der kurzen Mittagspause ging es zu einem kleinen Gebäude im Park, wo damals Bälle abgehalten wurden. Wie man jetzt schon erahnen kann, haben wir eine Art Ball nachgespielt und das sogar in passender Kleidung aus dem 18. Jahrhundert in einem ähnlich altem Saal. Nach der Umkleide ging es auch schon gleich los und uns wurden verschiedenste klassische Tänze im Schnelldurchlauf beigebracht, unter anderem Walzer und Polka. Zum Schluss wählten die Veranstalter noch einen Ballkönig und eine Ballkönigin aus.

Anschließend hatten wir Freizeit für den Rest des Tages, welche ich mit meiner Austauschpartnerin und einigen anderen auf einem Flohmarkt im Norden der Stadt verbrachte. Dort gab es so ziemlich alles, was man sich auf einem russischen Flohmarkt vorstellen kann, allerdings größtenteils Antiquitäten und Kleidung. Bedauerlicherweise ging der Tag aber schon schneller vorbei als man dachte.

Valeria und Kilian