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Freitag, 8 Uhr in der 6.4: Donuts mit Fußballzuckerbällen drauf, Berliner mit deutscher Flagge ... Nein, das war keine verfrühte WM-Party, das war ein kommunikatives Frühstück zwischen unserer texanischen Austauschgruppe aus Waco und meiner eigenen bilingualen Ganztagsklasse. Die deutsch-amerikanische Schülerfreundschaft kann auch zwischen verschiedenen Generationen bestens gedeihen - deutsche Backwaren und kalter Kakao (kannten die Texaner nicht, fanden sie aber "very tasty") leisteten da einen guten Beitrag.
 
Natürlich wollten wir unseren 13 Austauschfreunden auch unsere klasseneigene "Texas corner" bei unserem Ausruhsofa präsentieren. Fanden sie "cool". Herr Bachofen und Frau Bain hatten sich für beide Gruppen eine schöne Aktivität ausgedacht: "Find a Texan who..." - das innovative Waco High-Bingo. Und schon war man im Gespräch und versuchte Texans zu finden, die schon seit Jahren schwimmen, die fünf Instrumente spielen, die auf ihrer Farm wilde Schweine jagen, die schon auf fünf Konzerten waren, die einen deutschen Audi fahren und, und, und .... das war ganz schön spannend für die 6.4. Musste man sich teils auch mal mit Händen und Füßen bei den "Großen" aus Waco verständlich machen! Aber die Früchte des Englischlernens lassen sich hier schon ernten: Es wurden Tintenkiller im Namen der Kerpen-Waco Freundschaft verschenkt, denn "ink killers" kennt man in den Staaten nicht. Würde den Schülern und Lehrern dort aber offenbar auch gefallen. Es ist einfach als Lehrerin fantastisch zu sehen, wenn sich die eigenen Schülerchens ganz selbstständig in der Fremdsprache mit der Austauschgruppe unterhalten, ohne dauernd um Hilfe nach Vokabeln zu fragen! Realität der Fremdsprachenanwendung im Unterricht!
 
Das fanden auch die texanischen Kollegen gut, beim gemeinsamen Frühstück mussten dann auch die Texaner Deutsch sprechen! "Fair enough"! Frau Bain von der Lake Air MONTESSORI Schule in Waco, die Kindergarten bis Klasse 8 beherbergt, hatte auch eine weitere Überrachung für die 6.4 dabei: die "6 graders" dort haben schon wieder postalisch geantwortet! Die Brieffreundsschaft über den großen Teich wächst und gedeiht. Die Waco High hat ja erst ältere Schüler anzubieten. Dahin kommen wir noch, liebe 6er. Außerdem lernten meine 6er bei Frau Bain kennen, wie man in den USA backt: mit "Cups und Spoons" und nicht nach Prinzip "auswiegen". Die selbstgebackenen Texan Cowboy Cookies, die es zur Verkostung gab, kamen hervorragend an! Vorher mussten aber erstmal brav die Rezepte übersetzt und verstanden werden ;), es war ja noch nicht Wochenende. Dass es bei uns keine "Coconut Flakes" gibt, sondern nur Raspeln oder Chips der Kokosnuss war auch noch ein großes Thema in Sachen Supermarkt-Vergleich Waco-Kerpen! Man lernt nie aus! Howdy! Bye y'all! 
 
 
Für den Waco-Austausch,
Frau Berg