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Freitag, 2.2.18, Tag der Halbjahreszeugnisausgabe. Man sollte meinen, dies ist ein Tag, an dem man garantiert keine Klassenarbeit/Klausur und keinen Test absolvieren muss. Irrtum.

Ein großer Saal in einem Kölner Gymnasium voller Schüler, nervös, angespannt, einige gehen noch einmal französische Vokabeln oder Redewendungen durch; die Luft ist erfüllt von lautem Stimmengewirr.

Und dann – in regelmäßigen Abständen – wird es wie von Geisterhand ganz plötzlich ganz leise. Ein Kurier ist wieder erschienen und liest einige Namen vor. Man muss sich ausweisen. Es sind die Namen derjenigen, die als nächstes vom Kurier in den Vorbereitungsraum gebracht werden. Auf dem Weg dorthin werden noch die Themen gezogen, auf die man sich dann kurz vorbereiten kann, bevor es zur mündlichen DELF-Prüfung geht. Zurück bleiben diejenigen, die noch darauf warten, aufgerufen zu werden, und mitangereiste (und mitfiebernde!) Eltern und andere mentale Unterstützer und das Stimmengewirr schwillt sofort wieder an, sobald der Kurier mit den Prüflingen den Saal verlassen hat, bis … ja, bis der nächste Kurier erscheint …

Dann, nach scheinbar unendlich langer Zeit (in Wirklichkeit dauert es, je nach Prüfungsniveau ca. 20 bis 50 Minuten), kommen sie zurück, erzählen, wie aufgeregt sie waren und dass der Prüfer/die Prüferin sehr nett und die Prüfung gut gelaufen ist. Und man kann sich entspannt zurücklehnen, nach Hause fahren und befreit ins Wochenende gehen.

Aber halt, es bleibt ja noch die Frage: Habe ich bestanden? Diese Frage und natürlich auch die, wie viele Punkte man in den vier Prüfungsbereichen (die drei schriftlichen Prüfungsteile Hörverstehen, Leseverstehen und Schreiben fanden bereits eine Woche früher bei uns in der Schule statt) erreicht hat, bleibt noch einige Zeit, denn die Ergebnisse werden erst Wochen später kundgegeben. Auf die ersehnten endgültigen Diplome muss man gar monatelang warten.

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Das wissen auch die Schüler und Schülerinnen, die sich im vergangenen Sommer den Prüfungen gestellt haben: Zwar hielten sie tatsächlich bereits in der Woche vor den Sommerferien (die Prüfungen waren am 24.6. und 1.7.) ihre „Attestation de réussite“, also die Bescheinigung, bestanden zu haben, in den Händen, aber die Diplome kamen erst mit der Weihnachtspost (Ob da der Weihnachtsmann seine Finger im Spiel hat?) …

Daher auch an die erfolgreichen A2-Absolventen vom vergangenen Sommer – Vivian Klosowski, Ioanna Korouni, Miriam Mathiesen, Anastasia Reger, Anna Säger, Robin Sprung und Maximilian Wlodarkiewicz (damals alle Jgst. 9, inzwischen natürlich EF) – noch einmal „Félicitation!“ und „Gut gemacht!“ Alle haben mit guten oder sogar sehr guten Resultaten bestanden.

Und wir harren mit den A2/B1/B2-DELF-Prüflingen dieser gerade absolvierten Prüfungsrunde, wann auch sie ihre Ergebnisse und Diplome in Händen halten können. Denn sie befinden sich – trotz bereits abgelegter Prüfungen – irgendwie immer noch im DELF-Warteraum. ;-)

Nicole Lapczynski

P.S.: Wer sich für eine DELF-Prüfung interessiert, mailt an la.prof(at)web.de .